Philosophie der Freude

Detlev Schöttker

 

Philosophie der Freude. Von Freud bis Sloterdijk

 

Reclam-Verlag, Leipzig 2003

 

ISBN 3-379-20079-4

 

233 Seiten

 

 

Es gibt Stiefkinder der Philosophie, die nur selten bedacht werden. Die Philosophie der Freude zählt dazu. Dem Literaturprofessor Detlev Schöttker ist Dank zu sagen für seine Arbeit im Sinne der Heiterkeit. Er beschreibt im Kapitel Antike Heiterkeit den Weg von der Seelenruhe zur Lebenskunst . Dort ist nicht nur der Philosoph Peter Sloterdijk auf der Suche nach der verlorenen Frechheit . Wilhelm Schmid äußert sich in seinem Beitrag Heiterkeit. Zur Rehabilitierung eines philosophischen Begriffs . Im Kapitel Lachen: Feste und Gottvertrauen schaut nicht nur der Philologe Michael Bachtin auf die volkstümliche Lachkultur . Der Soziologe Axel Honneth betrachtet die Wurzeln des modernen Hedonismus . Mit der Heiterkeit der Literatur beschäftigt sich das Kapitel Melancholie-Therapie . In diesem Kontext schreibt Literaturwissenschaftler Karl Heinz Bohrer über Kleists heiteren Todesdiskurs und der Literaturhistoriker Helmuth Kiesel nennt Thomas Manns Doktor Faustus eine Reklamation der Heiterkeit . Die Grenzen der Freude werden im Kapitel Glück offenbar.

Schöttker geht mit der Philosophie der Freude weit über den Humor hinaus. Dies ist gut so. Denn der Blick wird geweitet.

Christoph Müller, Weißenthurm
 


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